KIBerufsgeheimnisDer KI-Arbeitsplatz im eigenen Haus
Erstgespräch
Entwurf, 11.09.2026. Gestaltung aus der Formsprache juristischer Fachpublikationen. Schriften lokal eingebunden – diese Seite ruft keine fremden Server auf (LG München I, 3 O 17493/20).

KI für Berufsgeheimnisträger

KI, die Ihre Akten kennt.

Strukturiert und auskunftsfähig. Im eigenen Haus. Mit Fundstelle unter jeder Antwort.

Rechtsanwälte· Notare

Ausgangslage

Was uns aus Kanzleien berichtet wird.

Rn. 1

KI wird längst benutzt – nur unkontrolliert.

Private Zugänge, private Konten. Sie erfahren es hinterher und tragen die Verantwortung.

Rn. 2

Der Schriftsatz existiert schon – nur wo.

Ihn zu finden dauert länger, als ihn neu zu formulieren.

Rn. 3

Wissen hängt an Personen.

Wer geht, nimmt es mit. Aufgeschrieben ist selten etwas.

Rn. 4

Jede Recherche beginnt von vorn.

Was die Kanzlei weiß, liegt in tausenden Dokumenten. Auswerten kann das niemand in der Zeit, die ein Mandat hergibt.

Was das ist

Kein Chatbot. Ein Arbeitsplatz.

Der Unterschied ist nicht das Sprachmodell. Es ist alles, was darum herum steht – und was dafür sorgt, dass die ganze Kanzlei damit arbeitet statt einzelner Neugieriger.

Ein Zugang, mehrere Modelle Welche Aufgabe auf dem lokalen Modell läuft und welche nach außen darf, wird vorher festgelegt – nicht im Moment vom Einzelnen entschieden.
Rollen und Rechte Dezernate, Referendare, Sekretariat. Wer welche Akten sieht, gilt hier genauso wie in Ihrer Ablage.
Antworten aus Ihrem Bestand Die Antwort stammt aus Ihren erschlossenen Unterlagen, nicht aus dem Allgemeinwissen des Modells. Mit Fundstelle.
Vom Fund zum Entwurf Nicht nur finden: auswerten, strukturieren, formulieren. Aus dem eigenen Bestand entsteht der erste Entwurf, den Sie dann bearbeiten.
Geteilte Anweisungen und Muster Formulierungen, die sich bewährt haben, liegen zentral im Arbeitsplatz und werden von Ihnen gepflegt – nicht auf einzelnen Rechnern, nicht in privaten Verläufen.
Wiederkehrende Abläufe eigener Ausbauschritt Fristen, Wiedervorlagen, Schriftgut. Das ist Ablaufsteuerung, nicht Aktenverständnis – es setzt die Wissensbasis nicht voraus und kommt deshalb später.
Der eigentliche Effekt

Nicht eine Fachkraft wird schneller. Die ganze Kanzlei bekommt einen Ort, an dem KI stattfindet – kontrolliert, nachvollziehbar und mit dem eigenen Wissen im Rücken.

Das Fundament

Aus Akten wird eine Wissensbasis.

Wir erschließen Ihren Bestand, strukturieren ihn und machen ihn auskunftsfähig: Was bisher abgelegt war, lässt sich anschließend befragen – mit Fundstelle unter jeder Aussage. Ohne diesen Schritt bleibt jeder KI-Arbeitsplatz ein besseres Chatfenster.

AuskunftAntwort aus der Akte, mit Fundstelle
Entwürfeauf Basis eigener Schriftsätze
KonfliktprüfungErstkontakt gegen den eigenen Bestand
MandantenauskunftSachstand und Unterlagen, authentifiziert
Einarbeitungneue Kolleginnen und Kollegen
AbläufeFristen, Wiedervorlagen, Schriftgut
Wissensbasis · im eigenen Haus Akten, Schriftsätze, Verträge, Vermerke und Korrespondenz erschlossen, geordnet und verknüpft – mit den Zugriffsrechten, die bei Ihnen ohnehin gelten.

Der Aufbau dieser Basis ist der erste Arbeitsschritt und der, den die meisten unterschätzen. Alles darüber ist danach eine Frage von Tagen.

Eine davon ist keine Effizienzfrage

Die Konfliktprüfung durchsucht beim Erstkontakt den eigenen Bestand nach Gegenseite und Beteiligten, bevor ein Mandat entsteht. Das ist § 43a BRAO.

Das System legt vor, es entscheidet nicht. Ob ein Konflikt vorliegt, beurteilt der Berufsträger.

Wo Sie das einordnen

In der Systematik Ihres Berufsstands ist das eine PrivateGPT-Lösung, die Variante für maximale Kontrolle. Der Unterschied liegt darin, was darauf aufsetzt: Ein PrivateGPT allein ist ein Chatfenster ohne Gedächtnis. Erst die erschlossene Wissensbasis macht daraus etwas, das Ihre Akten kennt.

Zur Verlässlichkeit

Jede Aussage nennt Aktenzeichen und Fundstelle. Sie prüfen die Quelle, nicht die Behauptung. Gibt es keine Fundstelle, wird genau das zurückgemeldet, statt einer Antwort, die plausibel klingt und nirgends steht.

Vergleich

Fünf Fragen an jeden Anbieter.

Die Antworten fallen deutlich auseinander – auch bei Anbietern, die mit einem Auftragsverarbeitungsvertrag werben.

Frage Chatdienst mit Teamplan Deutsche Cloud Im eigenen Haus
Verlässt das Dokument die Kanzlei? Ja Ja Nein
Muss ein Dritter auf Verschwiegenheit verpflichtet werden? Ja, meist nicht möglich Ja, prüfen Kein Dritter beteiligt
Wo läuft das Sprachmodell selbst? USA oft USA bei Ihnen
Zugriff auf die eigenen Akten? Nein teils Ja
Was bleibt Ihnen nach der Einführung? ein Abonnement ein Abonnement der Aufbau selbst

Die dritte Zeile wird am häufigsten übersehen. Auch Anbieter mit Rechenzentrum in Deutschland setzen die Bausteine oft gemischt zusammen. Fragen Sie nicht nach dem Standort des Anbieters, sondern nach dem jedes einzelnen Bausteins.

Ihre Norm

Zwei Berufe, zwei Vorschriften.

Die Einschaltung von Dienstleistern ist in jedem Berufsrecht eigens geregelt – und jedes Mal etwas anders. Was überall gleich bleibt: § 203 StGB im Hintergrund und die Pflicht zu sorgfältiger Auswahl, vertraglicher Verschwiegenheit und Dokumentation.

Rechtsanwälte § 43e BRAO Inanspruchnahme von Dienstleistungen. Daneben § 2 BORA zur Verschwiegenheit.
Notare § 26a BNotO Inanspruchnahme von Dienstleistungen. Verschwiegenheit nach § 18 BNotO.
Der gemeinsame Nenner

Beide verlangen dasselbe vom Dienstleister: sorgfältige Auswahl, ausdrückliche Verpflichtung zur Verschwiegenheit in Textform, Belehrung über die strafrechtlichen Folgen, Dokumentation. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag leistet das nicht – er ist für einen anderen Zweck geschrieben.

Was dagegen spricht

Drei Einwände, drei Antworten.

Sie werden Ihnen begegnen – in Fachvorträgen Ihres Berufsstands stehen sie so in den Unterlagen. Wir halten sie nicht klein.

Einwand 1

„Wer soll das bei uns betreiben?"

Wir richten ein, Sie besitzen. Die Lösung entsteht auf Ihrer Infrastruktur, mit Ihren Zugängen und Ihren Rechten. Sie bleiben Herr über Ihre Systeme, wie bei der übrigen Kanzlei-IT auch, und Ihre Akten verlassen das Haus nicht. Der laufende Aufwand ist klein und planbar: Aktualisierungen und ein Blick auf die Auslastung, wie bei jedem Server, den Sie ohnehin haben. Wer das macht, ist Ihre IT oder Ihr IT-Dienstleister. Wir unterstützen dabei und übernehmen nicht Ihre IT-Verantwortung.

Einwand 2

„Das Know-how haben wir nicht im Haus."

Richtig – und es gehört auch nicht dorthin. Modellauswahl, Dimensionierung und Rechtekonzept sind Fachwissen, das Sie einmalig einkaufen, so wie Sie Ihre IT einkaufen. Ihre Kanzlei muss verstehen, wo die Daten fließen. Sie muss es nicht bauen können.

Einwand 3

„Lokale Modelle sind schwächer als die großen."

Bei allgemeinem Weltwissen trifft das zu. Bei Fragen an Ihre Akten kaum: Die Antwort stammt aus Ihren Dokumenten, nicht aus dem Gedächtnis des Modells. Je besser der Kontext strukturiert ist, desto weniger muss das Modell selbst wissen – es muss verstehen, einordnen und belegen.

Deshalb arbeiten wir gemischt: lokal, wo Mandatsdaten im Spiel sind, außerhalb dort, wo keine sind. Die Architektur folgt dem Anwendungsfall – nicht der Anwendungsfall dem Modell. Welche Aufgabe wohin gehört, wird vor der Einrichtung festgelegt.

Reihenfolge

Sechs Schritte, jeder für sich nutzbar.

Schritt 1
BestandsaufnahmeAktenlandschaft, Systeme, Schutzbedarf, Rechtelage.
kostenfrei
Schritt 2
WissensdatenbankEigene Unterlagen erschließen, ordnen, verknüpfen. Das Fundament – und der Schritt, den die meisten unterschätzen.
der Brocken
Schritt 3
Lokales SprachmodellDas Modell läuft auf einem Gerät in Ihrem Haus, ohne Cloud-Aufruf. In der Systematik Ihres Berufsstands ist das die PrivateGPT-Variante.
im eigenen Haus
Schritt 4
Arbeitsplätze einrichtenZugänge, Rollen, gemeinsame Vorlagen. Ab hier arbeitet die Kanzlei kontrolliert statt nebenher.
Wochen, nicht Monate
Schritt 5
EinweisungDamit alle damit arbeiten, nicht nur die Neugierigen. Dokumentiert – Art. 4 KI-VO verlangt den Nachweis.
Pflicht seit 02.02.2025
Schritt 6
AusbauAbläufe, Fristen, Schriftgut. Auf Wunsch auch die Anrufannahme.
Zielbild
Was später dazukommen kannFristen und Wiedervorlagen · wiederkehrendes Schriftgut · Anrufannahme außerhalb der Sprechzeiten · Anbindung an die Kanzleisoftware

Häufige Fragen

Was Sie zu Recht fragen.

Warum nicht einfach ein Geschäftskonto bei einem Chatdienst?

Weil der Arbeitsplatz nicht am Modell hängt, sondern an dem, was darum herum steht: Rollen, gemeinsame Vorlagen, Zugriff auf die eigenen Akten, Protokoll. Und weil die Unterlagen dabei das Haus verlassen – bei Mandantsdaten ist das die entscheidende Frage.

Ist das nicht einfach ein lokales ChatGPT?

Nein. Ein Sprachmodell allein erzeugt flüssige Sätze ohne Herkunft. Hier ist jede Antwort an Ihre Unterlagen gebunden und nennt die Fundstelle. Gibt es keine Fundstelle, wird genau das zurückgemeldet.

Was ist mit dem AVV, den andere Anbieter vorlegen?

Der regelt personenbezogene Daten. Ihr Mandatsgeheimnis umfasst mehr – und schützt auch, was gar keine Person betrifft. Bei einem Aufbau im eigenen Haus stellt sich die Frage nicht.

Wie lange dauert das?

Der Arbeitsplatz steht in wenigen Wochen. Die Wissensbasis richtet sich nach Ihrem Bestand – sie ist der Teil, der Zeit braucht, und der, der den Unterschied macht.

Brauchen wir dafür eine eigene Serverlandschaft?

Ein Gerät in Ihren Räumen genügt für den Anfang. Was Sie tatsächlich brauchen, ergibt die Bestandsaufnahme – nicht der Ehrgeiz des Aufbaus.

Unsere Ablage ist historisch gewachsen.

Das ist der Regelfall und der erste Arbeitsschritt, nicht Ihre Vorleistung. Nebenbei entsteht eine Übersicht, wo die Ablage heute auseinanderläuft.

Was passiert, wenn wir die Zusammenarbeit beenden?

Die Infrastruktur steht bei Ihnen und bleibt dort. Vollständiger Zugang zu allem, was entstanden ist – kein verschlossenes Format.

Beraten Sie zum Berufsrecht?

Nein. Wir bauen die technische Grundlage. Die berufsrechtliche Bewertung im Einzelfall bleibt bei Ihnen.

Wer dahintersteht

Wer Ihre Pflichten kennt, baut anders.

Rn. 1

Ich komme aus der Prüfung, nicht aus der Software.

Fünfzehn Jahre Governance, Audit und Compliance. Dazwischen ERP-Transformation und Prozessarbeit, Qualitätsmanagement, Business Intelligence, Exportkontrolle und Zoll, dazu die Rolle des Compliance Officer. Immer an der Stelle, an der Regeln auf Systeme treffen und keines von beidem nachgibt.

Rn. 2

Viele Häuser, eine Frage und eine Antwort.

Kennen Sie Ihr Unternehmen oder Ihre Kanzlei? Dokumentationen entstehen nachträglich, wenn jemand danach fragt. Das vorhandene Wissen liegt unstrukturiert da, oft mehr davon, als die Erinnerung trägt: es ist alles vorhanden, nur nicht zugänglich. Das war in der Industrie so, im Mittelstand auch, und in Kanzleien ist es häufig nicht anders.

Rn. 3

Die Lösungsalternativen haben sich geändert.

Diese Probleme sind alt. Neu ist, dass es seit kurzem Werkzeuge gibt, die sie tatsächlich angehen können, und dass diese Werkzeuge mittlerweile auf einem Gerät im eigenen Haus laufen statt in einem fremden Rechenzentrum. Damit fällt der Grund weg, aus dem Berufsgeheimnisträger bisher zu Recht abwarten mussten.

Rn. 4

Die Zurückhaltung war berechtigt. Sie ist es nicht mehr überall.

Wer mit Mandatsgeheimnissen arbeitet, hatte gute Gründe, bei Cloud-Diensten nicht mitzumachen. Diese Gründe bestehen fort, aber sie gelten nicht für jeden Aufbau. Genau diese Unterscheidung mit Ihnen zu treffen, ist mein Antrieb.

Erster Schritt

Finden Sie heraus, was in Ihren Akten steckt.

Dreißig Minuten über Ihre Kanzlei, Ihre Arbeitsweisen und Ihren Weg zur Künstlichen Intelligenz. Ein konkreter erster Schritt, kein Verkaufstermin und keine Vorführung. Danach wissen Sie, ob eine Zusammenarbeit sich für Sie lohnt.

Bitte keine Mandatsdaten und keine Namen Dritter – dafür ist dieses Formular nicht der richtige Weg.

Keine Tracker, keine Weitergabe. Verarbeitung in Deutschland, auf eigener Infrastruktur.

Keine Rechtsdienstleistung im Sinne des RDG. Wir liefern die technische Grundlage, auf der Ihre Berufspflichten erfüllbar bleiben.